Umsetzung und Weiterentwicklung der Anpassungsstrategie

Die Anpassung an den Klimawandel ist ein Prozess, der periodisch auf die sich ändernden Bedingungen abgestimmt werden muss. Der Aktionsplan steckt den Rahmen ab für die Umsetzung der Anpassungsstrategie in den Jahren 2020 bis 2025.

Übersicht über die verschiedenen Aktivitäten zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Anpassungsstrategie in den kommenden Jahren

Umsetzung der Massnahmen der Bundesämter

Die Massnahmen im Aktionsplan tragen dazu bei, die Herausforderungen des Klimawandels in der Schweiz zu bewältigen. Sie wurden von den verantwortlichen Bundesstellen priorisiert und werden von ihnen im Rahmen der jeweiligen Sektorpolitik konkretisiert und umgesetzt. Die Finanzierung der Massnahmen erfolgt im Rahmen der bestehenden Budgets.

Horizontale und vertikale Koordination

Gemäss Artikel 8 des CO2-Gesetzes und Artikel 15 der CO2-Verordnung sorgt das BAFU für die Abstimmung der Anpassungsmassnahmen sowohl auf Bundesebene als auch zwischen Bund und Kantonen. Dabei werden die bestehenden Zuständigkeiten berücksichtigt.

Die Abstimmung der Anpassungsmassnahmen auf Bundesebene (horizontale Koordination) erfolgt im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit zwischen den Bundesämtern sowie im Interdepartementalen Ausschuss Klima (IDA Klima).

Bei vielen Massnahmen ist es wichtig, dass Bund, Kantone, Städte und Gemeinden zusammenarbeiten und ihre Aktivitäten aufeinander abstimmen (vertikale Koordination). In diesen Fällen sorgen die Bundesämter für den Einbezug der Kantone, Städten und Gemeinden im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit. Die vertikale Abstimmung von sektorenübergreifenden Strategien bei der Anpassung an den Klimawandel zwischen Bund und Kantonen erfolgt im Rahmen der jährlich stattfindenden Koordinationskonferenz zwischen dem BAFU und den Kantonen.

Weiterentwicklung der Strategie

Die Anpassung an den Klimawandel ist ein Prozess, der kontinuierlich den sich ändernden Bedingungen angepasst werden muss. Mit fortschreitendem Klimawandel nimmt die Notwendigkeit zu, mit gezielten Massnahmen auf die Auswirkungen zu reagieren. Gerade die Extremereignisse in den letzten Jahren, wie beispielsweise die grossen Hitzebelastungen in den Sommern 2015 und 2018, die Trockenheit im Sommerhalbjahr 2018, die Starkniederschläge in Zofingen im Jahr 2017 und in Lausanne und Sion im Jahr 2018, haben gezeigt, dass viele Bereiche ungenügend auf eine Zunahme von Intensität, Dauer und Häufigkeit solcher Ereignisse vorbereitet sind und Handlungsbedarf bei der Anpassung an den Klimawandel besteht. Gleichzeitig werden die Wissensgrundlagen zum Klimawandel, zu dessen Auswirkungen und zu den Möglichkeiten zur Anpassung kontinuierlich verbessert. All diese Veränderungen müssen bei der Weiterentwicklung der Strategie berücksichtigt werden. Eine wichtige Arbeit wird darin bestehen, die klimabedingten Risiken und Chancen in der Schweiz basierend auf den Klimaszenarien CH2018 und den hydrologischen Grundlagen und Szenarien Hydro-CH2018 zu überprüfen und allenfalls anzupassen. Dabei sollen weitere Bundesstellen, die bislang nicht an der Umsetzung und Weiter¬entwicklung der Anpassungsstrategie beteiligt waren, involviert werden.

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Letzte Änderung 12.09.2018

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