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Landschaftszerschneidung

Autobahnen, Verbindungsstrassen, Eisenbahnen und Siedlungsflächen unterteilen eine Landschaft in einzelne, voneinander getrennte Flächen. Diese so genannte Zerschneidung der Landschaft verhindert, dass sich Menschen und Tiere frei in der Landschaft bewegen können. Dies bedroht die natürlichen Lebensräume von Tieren und verhindert ihre Fortpflanzung. Zudem verlieren Erholungs- und Freizeitgebiete durch starke Zerschneidung an Attraktivität, was Einbussen in touristischen Wirtschaftszweigen nach sich ziehen kann.

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
negativ negativ
Effektive Maschenweite in km2 2007: 103.849998474121 Effektive Maschenweite in km2 2001: 113.050003051758 Effektive Maschenweite in km2 1980: 140.330001831055

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Swisstopo
Kommentar

Die Zerschneidung der Landschaft hat in den letzten 30 Jahren in besorgniserregendem Ausmass zugenommen. Insbesondere im Mittelland ist die effektive Maschenweite um etwa 50 Prozent gesunken, der Zerschneidungsgrad hat sich verdoppelt- dort ist die Landschaft mittlerweile flächendeckend zerschnitten. Am geringsten ist die Zerschneidung in den Alpenregionen, was allerdings wegen der grossen ungenutzten Gebiete relativiert werden muss. Hier konzentriert sich die Zerschneidung vor allem auf die Talböden; dort ist sie jedoch grösser, als es der Durchschnittswert suggeriert.

Internationaler Vergleich

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Methode

Um den Grad der Landschaftszerschneidung zu messen, wurde die Messgrösse der effektiven Maschenweite verwendet. Sie drückt die Wahrscheinlichkeit aus, dass zwei zufällig gewählte Punkte in einem Gebiet verbunden und nicht durch Barrieren wie Verkehrswege oder Siedelungen getrennt sind. Je mehr Trennelemente die Landschaft zerschneiden, desto geringer ist diese Verbindungswahrscheinlichkeit und umso kleiner ist die effektive Maschenweite. Damit die Werte von verschiedenen Räumen miteinander verglichen werden können, wird diese Verbindungswahrscheinlichkeit mit der Gesamtgrösse des untersuchten Gebiets in eine Flächengrösse - die effektive Maschenweite - umgerechnet. Die effektive Maschenweite wird in Quadratkilometern angegeben. Diese Fläche ergibt Grösse der Maschen eines regelmässigen Netzes mit dem gleichen Zerschneidungsgrad an. Als Trennelemente werden Autobahnen und Autostrassen sowie Strassen der Klassen 1 bis 4 berücksichtigt. Weitere Trennelemente sind alle Eisenbahnlinien, Siedlungen, das Hochgebirge oberhalb von 2100 Metern sowie Seen und Flüsse. Zur Berechnung der effektiven Maschenweite werden in den Auswertungsräumen nur diejenigen Flächen im jeweiligen Auswertungsraum berücksichtigt, die auch tatsächlich zerschnitten werden können. Flächen oberhalb von 2100 Metern, Flüsse und Seen werden aus dem Bezugsraum ausgeschieden.

 
Zuletzt aktualisiert am: 28.08.2014

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