Übergeordnete Instrumente

Aus einer übergeordneten Perspektive betrachtet die integrale Wasserwirtschaft alle Aktivitäten des Menschen zum Schutz des Wassers, zur Nutzung sowie zum Schutz vor den Gefahren des Wassers. Damit diese drei Hauptziele wasserwirtschaftlicher Tätigkeiten in Einklang gebracht werden können, stehen verschiedene übergeordnete Instrumente zur Verfügung.

Systemskizze integrale Wasserwirtschaft mit ihren Innen- und Aussenbeziehungen

Oft wurde unter dem Begriff Wasserwirtschaft nur ein Teilaspekt verstanden: die ökonomische Nutzung des Wassers. Die einzelnen Sektoren der Wasserwirtschaft haben in den vergangenen 50-100 Jahren jeder für sich erfolgreich Grosses geleistet. Der Ansatz, Partikularinteressen unabhängig von anderen Zielsetzungen zu verfolgen, ist aber Vergangenheit. Heute ist absehbar, dass durch den Klimawandel, den Siedlungs- und Nutzungsdruck oder den Eintrag neuer Umweltschadstoffe Herausforderungen auf uns zukommen, die sektorenübergreifende Lösungsansätze erfordern.

Wasserressourcenmanagement

Landnutzungsänderungen und der fortschreitende Klimawandel stellen die Schweizer Wasserwirtschaft vor neue Herausforderungen. Auch die Schweiz als Wasserschloss Europas kann von lokalen, vorübergehenden Wasserknappheitsproblemen betroffen sein, wie dies der Sommer 2003, der Frühling 2011 oder die Trockenheit 2015 gezeigt haben. Bauten in Grundwasserschutzzonen und -arealen gefährden zudem immer häufiger die Wasserversorgungssicherheit.

Koordination und Umgang mit Konflikten

Es ist Aufgabe der integralen Wasserwirtschaft, die Zusammenhänge, Abhängigkeiten, Synergien sowie potentiellen Konflikte zwischen verschiedenen wasserwirtschaftlichen und raumrelevanten Bereichen zu koordinieren. Mit Artikel 46. GSchV ist dieser Umstand explizit in der Gewässerschutzgesetzgebung verankert.

Einzugsgebietsmanagement

Die integrale Bewirtschaftung des Wassers im Einzugsgebiet - kurz Einzugsgebietsmanagemen - ist ein Ansatz zur sektorenübergreifenden Bewirtschaftung der Wasserressourcen, Gewässer und Wasserinfrastrukturen.

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Letzte Änderung 16.03.2016

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