Wasserressourcenmanagement

Landnutzungsänderungen und der fortschreitende Klimawandel stellen die Schweizer Wasserwirtschaft vor neue Herausforderungen. Auch die Schweiz als Wasserschloss Europas kann von lokalen, vorübergehenden Wasserknappheitsproblemen betroffen sein, wie dies der Sommer 2003, der Frühling 2011 oder die Trockenheit 2015 gezeigt haben. Bauten in Grundwasserschutzzonen und -arealen gefährden zudem immer häufiger die Wasserversorgungssicherheit.

Durch eine vorausschauende regionale Planung der Wasserressourcen können solche Probleme frühzeitig angegangen und Wassermengenkonflikte vermieden werden. Das BAFU stellt zum Umgang mit diesen Wasserknappheitsproblemen Praxisgrundlagen in drei Modulen zur Verfügung, welche sich nach dem Leitbild Einzugsgebietsmanagement  richten.


Modul 1 – Risikogebiete identifizieren

Das Modul 1 präsentiert ein Vorgehen, um den Handlungsbedarf bezüglich lokalen Wasserknappheitsproblemen auf Stufe Kanton zu bestimmen. Aus diesem Vorgehen resultiert eine Wasserknappheitshinweiskarte. Das Modul berücksichtigt die sehr unterschiedlichen Randbedingungen und Wasserknappheitsprobleme in den Kantonen und Regionen, indem es Alternativen und unterschiedlich vertiefte Methodenschritte aufzeigt.

Bestimmung von Regionen mit Handlungsbedarf bei Trockenheit (PDF, 6 MB, 22.04.2016)Expertenbericht zum Umgang mit lokaler Wasserknappheit in der Schweiz

Hilfsmittel


Erarbeitung von Massnahmen zur langfristigen Sicherstellung der Wasserressourcen

Modul 2 – Wasserressourcen langfristig bewirtschaften

In Risikogebieten sollen Wasserknappheitssituationen vermieden werden, indem die Wasserressourcen regional langfristig bewirtschaftet werden. Nur so lassen sich auch längerfristig ausreichend Wasserressourcen für die verschiedenen Schutz- und Nutzungsansprüche sicherstellen. Da die Ausgangslage in den verschiedenen Regionen der Schweiz sehr unterschiedlich ist, gibt es kein Standardvorgehen. Vielmehr ist eine der Region und Problemstellung angepasste langfristige Planung und Bewirtschaftung gefragt. Der Bericht zeigt auf, wie die Problematik mit bereits existierenden Planungsinstrumenten der Kantone und Regionen angegangen werden kann. Im Sinne einer Checkliste werden zudem rund 50 Vorschläge von Massnahmen zur langfristigen Sicherstellung der Wasserressourcen präsentiert.


Modul 3 - Ausnahmesituationen bewältigen

Trotz allen Bemühungen wird immer ein Restrisiko bestehen bleiben. Modul 3 ist darum einen Werkzeugkasten zur kurzfristigen Bewältigung von Wasserknappheitssituationen. Der Bericht führt einleitend die bundesrechtlichen Rahmenbedingungen und die bestehenden Instrumente im Umgang mit Wasserressourcen in Ausnahmesituationen auf. Danach werden Grundsätze zur Interessenabwägung und Priorisierung vorgestellt. Diese bilden eine Grundlage für die häufig notwendige Abwägung zwischen Schutz- und/oder Nutzungsinteressen hinsichtlich Ausnahmesituationen. Die vorgestellten Grundsätze können auf kantonaler oder regionaler Ebene weiter differenziert werden, so dass regionale Unterschiede berücksichtigt werden können. Darüber hinaus umfasst der Bericht 22 Massnahmen aus der Praxis, welche das Ziel verfolgen, die Auswirkungen von Ausnahmesituationen zu mildern. Schliesslich werden anhand von vier kantonalen Fallbeispielen unterschiedliche Möglichkeiten aufgezeigt, wie die zuvor
vorgestellten Einzelmassnahmen je nach Bedürfnis kombiniert werden können.

Modul 3: Umgang mit Wasserressourcen in Ausnahmesituationen (PDF, 2 MB, 07.12.2015)Expertenbericht zum Umgang mit lokaler Wasserknappheit in der Schweiz. Im Auftrag des BAFU

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Letzte Änderung 16.03.2016

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