Auswirkungen der Ernährung auf die Umwelt

Welche Auswirkungen hat die Ernährung auf die Umwelt? Auswirkungen der Ernährung auf Luft, Wasser, Klima, Boden, Biodiversität, Landschaft, Biosicherheit sowie Abfall und Rohstoffe.  

Die landwirtschaftliche Produktion, die industrielle Weiterverarbeitung der Lebensmittel sowie deren Verpackung, Verteilung, Zubereitung und Konsum sind in globale Stoffkreisläufe eingebunden. Dadurch verlagert sich ein wesentlicher Teil der Umweltbelastung ins Ausland.

Auswirkungen in der Schweiz 


Luft

Die Ammoniakemissionen und die Stickstoffeinträge, die die Landwirtschaft verursacht, liegen weiterhin über der Tragfähigkeit der Ökosysteme. Sie sind zwar zwischen 1990 und 2000 zurückgegangen, haben seitdem jedoch nur unwesentlich abgenommen und belaufen sich heute immer noch auf einem hohen Niveau.

Wasser 

Verschiedene Seen weisen wegen landwirtschaftlicher Tätigkeiten einen zu hohen Phosphorgehalt und dadurch zu wenig Sauerstoff auf. Pflanzenschutzmittel in zu hohen Konzentrationen finden sich in vielen kleineren und mittleren Oberflächengewässern, insbesondere in Gebieten mit viel Ackerbau und Spezialkulturen. 

Klima

Die Landwirtschaft trug 2016 mit 13,2 % zu den Treibhausgasemissionen der Schweiz bei. Die Treibhausgase aus der Landwirtschaft haben nach 2000 nur noch geringfügig abgenommen (ähnlich wie bei den Luft- und Gewässerbelastungen).

Zusätzlich ins Gewicht fallen die Treibhausgasemissionen aus der Weiterverarbeitung, Lagerung (Kühlung) und aus dem Transport der Lebensmittel.

Boden

Schwermetalle aus Pflanzenschutzmitteln oder Hofdüngern belasten einzelne Standorte und stellen so ein Risiko dar für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und die menschliche Gesundheit.

Biodiversität 

Das Flächenziel für Biodiversitätsförderflächen im Landwirtschaftsgebiet wird gesamtschweizerisch erfüllt. Regional bestehen teilweise aber noch deutliche Defizite, und die Qualität und Vernetzung dieser Flächen ist nicht ausreichend, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen.

Landschaft

Die Landwirtschaft leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Pflege der Landschaft. Die Landschaftsqualität leidet jedoch unter einem Verlust an Strukturelementen wie Sträuchern oder Hecken in den landwirtschaftlichen Nutzflächen. Beeinträchtigt wird das Landschaftserlebnis auch durch die Umwandlung von Landwirtschaftsland in Siedlungsflächen und die mit der Nutzungsaufgabe verbundene Ausdehnung des Waldes.

Biosicherheit 

Für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft besteht bis 2021 ein Moratorium. Welche Rolle gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der inländischen Nahrungsmittelproduktion in Zukunft zukommen soll, ist nach Ablauf des Moratoriums neu zu regeln.

Abfall und Rohstoffe

In der Schweiz fallen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Feld bis auf den Teller, jedes Jahr rund 2,5 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. Ein grosser Teil der Lebensmittelabfälle gilt als vermeidbar. Zudem tragen die zeitsparenden Lösungen bei der Verpflegung (z.B. Fertiggerichte) und die Einwegverpackungen der Fast-Food-Angebote zur Zunahme der Kehrichtmenge bei und verschärfen die Littering-Problematik.

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Letzte Änderung 30.11.2018

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