Wert und Leistungen der ökologischen Infrastruktur

Grossflächige Bahnareale haben das Potenzial, Biodiversitäts-Hotspots zu sein. Dies zeigt ein Beispiel des Hauptbahnhofs Zürich. Nach diesem Vorbild will das vorliegende Pilotprojekt weitere Bahnareale für die Artenvielfalt aufwerten.

Header Werte Ökologische Infrastruktur
Welche Leistungen die ökologische Infrastruktur erbringt, wird unter anderem im Parc Ela untersucht.
© BAFU/NONOPhotography

In den Pärken von nationaler Bedeutung sind Kernzonen sowie verschiedene Biotope und Vernetzungselemente ausserhalb dieser Kernzonen ein wichtiger Teil der ökologischen Infra-struktur. Diese Flächen bieten der Tier- und Pflanzenwelt Lebensraum und Schutz.

Die Gebiete, die zur ökologischen Infrastruktur gehören, sind nicht überall gleich wertvoll – und weisen Aufwertungspotenzial auf. Von einer funktionierenden ökologischen Infrastruktur profitieren nicht nur Fauna und Flora, sondern auch die Bevölkerung: Die ökologische Infra-struktur wertet eine Landschaft auf und erbringt damit Leistungen, die zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden der Menschen beitragen.

Mit dem Pilotprojekt des Aktionsplans Strategie Biodiversität Schweiz werden die ökologi-schen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Werte erfasst, die durch die Weiterentwicklung der ökologischen Infrastruktur entstehen. Die Pärke von nationaler Bedeutung übernehmen dabei die Funktion von Pilot- und Untersuchungsregionen. Mit dem Aufzeigen der Werte und des Mehrwerts einer ökologischen Infrastruktur werden die verschiedenen Akteure dabei un-terstützt, eine solche zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Ziele

Das Pilotprojekt soll das theoretische und praktische Wissen über die ökologische Infrastruktur verbessern. Es enthält drei Teilmassnahmen:

  • Ein interdisziplinäres Forschungsteam erforscht auf nationaler Ebene sowie in vier ausgewählten Pärken von nationaler Bedeutung den ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Wert der ökologischen Infrastruktur. Zudem untersucht es, wie eine funktionsfähige ökologische Infrastruktur gestaltet sein muss, damit die gewünschten Ökosystemleistungen dauerhaft bereitgestellt werden können.
  • Die zweite Teilmassnahme zielt darauf ab, Güter und Dienstleistungen aus der ökologischen Infrastruktur mit Innovations- und Vermarktungspotenzial in den Pärken zu fördern. Mithilfe von Innovations-Workshops werden neue und marktfähige Waren, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle getestet, mit denen sich die ökologische Infrastruktur in den Schweizer Pärken in Wert setzen lässt.
  • Der Mehrwert einer funktionierenden ökologischen Infrastruktur wird schweizweit allen Akteuren, die einen Einfluss darauf haben, bewusst gemacht.

Ergebnisse (Stand 2022)

  • Sämtliche bisherigen Arbeitsschritte wie Karten, Modelle, monetäre Bewertungen etc sind einsehbar auf der Webseite: Valpar.ch (in Umsetzung).
  • Die Ergebnisse dieser abgeschlossenen Teilmassnahme mit den Workshops sind zu finden unter https://innovationswerkstatt.creation.camp/ (erfolgt).
  • Kommunikationskonzept und Massnahmenkatalog sind erstellt (in Umsetzung).

Projekttitel

A 1.2 Inwertsetzung der Ökologischen Infrastruktur in den Pärken von nationaler Bedeutung

Laufzeit

Teilmassnahme 1: In Umsetzung, geplanter Abschluss Ende 2023

Teilmassnahme 2: erfolgt

Teilmassnahme 3: Start abhängig von den konkreten Produkten der Teilmassnahme 1

Projektbeteiligte)

5 Schweizer Universitäten sowie ein Soundingboard bestehend aus Bundesämtern, Konferenzen der Kantone, Verbänden und Organisationen

Kontakt BAFU

Simone Remund, 058 462 80 62

Kontakt
Letzte Änderung 10.08.2022

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