Messdaten des MFM-U

Im Rahmen des Projekts Monitoring flankierende Massnahmen Umwelt MFM-U werden seit 2003 bzw. 2004 werden entlang der A2 und A13 Luftschadstoff- und Lärmdaten erhoben. Mehrheitlich haben die Luftschadstoffkonzentrationen seit Messbeginn abgenommen, während bei der Lärmbelastung keine Reduktion festzustellen ist.

Aktuell:

Standorte der Messstationen

Karte der MFM-U Messstandorte
MFM-U Messstandorte

Luftschadstoff-Immissionen

Entwicklung der NOx- und NO2-Immissionen

Stickoxide (NOx = NO + NO2) sind charakteristische Luftschadstoffe des motorisierten Verkehrs. Sie entstehen beim Verbrennen von Brenn- und Treibstoffen und werden hauptsächlich als NO ausgestossen und dann rasch zu Stickstoffdioxid (NO2) oxidiert. Für NO2 sind in der Luftreinhalte-Verordnung Immissionsgrenzwerte festgelegt.

Generell hat die NOx-Belastung (NOx= NO2 und NO) an allen MFM-U Messstandorten seit Messbeginn 2003 abgenommen. Dies bestätigt die fortschreitende Verbesserung der Emissionseigenschaften von Fahrzeugen aufgrund der Entwicklung bei Motoren und der Abgasnachbehandlung. Der Trend der NOx-Abnahme hält weiter an und erreichte 2019 entlang der A2 neue Tiefstwerte.

Bei der NO2-Entwicklung ist die Abnahme seit Messbeginn weniger deutlich erkennbar. Dies ist unter anderem auf die komplexen Umwandlungsprozesse von NO in NO2 zurückzuführen. Beim Auspuff werden Stickoxide primär als NO emittiert und danach durch chemische Prozesse in NO2 umgewandelt. 

 

Entwicklung der PM10- und Russ-Immissionen

Feinstaub wird unter anderem durch den Verkehr emittiert, einerseits direkt aus dem Verbrennungsprozess durch den Auspuff, andererseits durch mechanische Abriebprozesse bei Reifen, Motoren und Bremsen. Feinstaub schädigt die menschliche Gesundheit. Dieselruss, ein Teil dieses Feinstaubes, ist zudem kanzerogen.

Die Feinstaub-Konzentrationen (PM10) nehmen seit Messbeginn ab. Seit 2018 lagen sie unter den Jahresgrenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung. Dies ist auch eine Folge der Fortschritte bei der Motorentechnologie und der Abgasnachbehandlung. 

Eine starke Abnahme ist auch beim kanzerogenen Dieselruss zu beobachten. Die Messwerte zeigen, dass die Motoren generell sauberer werden. Die Eidgenössische Kommission für Lufthygiene (EKL) kommt aufgrund von Studien zum Schluss, dass aus gesundheitlicher Sicht eine maximal tolerierbare Russ-Konzentration von ca. 0.1 µg/m3 im Jahresmittel nicht überschritten werden sollte.

Lärm-Emissionen

     

Auf der Strasse ist bei Reiden seit 2004 am Tag (gemäss Lärmschutz-Verordnung die Zeit von 6 bis 22 Uhr) keine wesentliche Lärmzunahme bzw. -abnahme des Gesamtverkehrs festzustellen. Bei den übrigen Stationen wurde mindestens einmal seit Beginn der Messungen ein lärmarmer Belag eingebaut (bei Moleno wurde der alte Belag durch einen normalen Belag ersetzt). Dabei konnten bei Camignolo (A2) und Rothenbrunnen (A13) die Lärmemissionen wirkungsvoll um 4 Dezibel reduziert werden.

Betrachtet man nur die Lärmemissionen des schweren Güterverkehrs (>3,5t), so ist für Reiden (A2) keine wesentliche Änderung der Lärmpegel seit Messbeginn festzustellen. Bei Rothenbrunnen an der A13 nahmen diese aufgrund einer überdurchschnittlichen Zunahme bei den Sattelzügen und den Lieferwagen bis 2011 tendenziell zu. Danach erfolgte aufgrund einer zweijährigen Belagssanierung eine deutliche Reduktion der Emissionen des Güterschwerverkehrs auf der Strasse. Bei Camignolo und Moleno an der A2 reduzierten die oben erwähnten Belagserneuerungen die Emissionen des schweren Güterverkehrs in etwas schwächerem Ausmass im Vergleich zum Gesamtverkehr.

Aufgrund fehlender Verkehrsdaten können bei Rothenbrunnen für 2013 keine Emissionen bestimmt werden.

Prozentualer Anteil des schweren Güterverkehrs am Verkehr und Lärm

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Letzte Änderung 15.08.2019

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