Auswirkungen des Lärms

Lärm beeinträchtigt die Lebensqualität der Menschen. Er belästigt, er wirkt auf Körper und Psyche. Er mindert aber auch die Standortattraktivität ganzer Gebiete. Lärm kann krank machen, mit gesundheitlichen Langzeitfolgen. Besonders in der Nacht reagieren die Menschen empfindlich auf Lärm.

Anhaltende Lärmbelastungen haben unter Umständen schwerwiegende Folgen: Sie können Schlafstörungen verursachen, die Erholung beeinträchtigen, zu Kommunikationsstörungen führen oder die Lern- und Leistungsfähigkeit reduzieren.

Hohe externe Kosten

Lärm verursacht hohe externe Kosten. Dazu zählen Gesundheitskosten für Medikamente, Arztbesuche und Kuraufenthalte. In Wohngebieten mit übermässigem Lärm verlieren die Liegenschaften an Wert. Die Mieteinnahmen bleiben tiefer als anderswo. Externe Kosten des Lärms bezahlen nicht deren Verursacher sondern die Betroffenen sowie die Allgemeinheit.

Soziale Folgen

Neben gesundheitlichen und wirtschaftlichen haben hohe Lärmbelastungen auch gesellschaftliche Auswirkungen. Es kommt zu einer sozialen Entmischung der Quartiere. An lärmigen Verkehrsachsen leben mit der Zeit immer mehr schlecht integrierte, finanziell benachteiligte Menschen. Bei der Wahl des Wohnortes stehen ihnen aus Kostengründen weniger Möglichkeiten offen. Sie leiden stärker unter Lärm.

Wer es sich leisten kann, zieht aus besonders lärmigen Wohngebieten weg. Stadt- oder Lärmflucht ist eine wichtige Ursache des Verkehrswachstums. Dieses wiederum führt zu neuen Belastungen mit Lärm in vormals ruhigen Gebieten.

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Letzte Änderung 03.10.2017

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