Gesundheitliche Auswirkungen von Lärm

Lärm stresst und macht krank: Hohe Schallpegel führen zu einer dauerhaften Schädigung des Gehörs. Doch auch tiefere Pegel können als unerwünschter Schall das seelische und körperliche Wohlbefinden beeinträchtigen.

Lärm ist unerwünschter Schall. Bei jedem störenden Geräusch gerät der menschliche Körper in Alarmbereitschaft. Er schüttet Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt und die Atemfrequenz nimmt zu.

Neben Stress hat Lärm weitere direkte Auswirkungen auf die Gesundheit, wie

  • Nervosität, Angespanntheit
  • Müdigkeit, Niedergeschlagenheit
  • Aggressivität
  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Krankheiten
  • Störung der Konzentration
  • Beeinträchtigung des Leistungsvermögens
  • Vermindertes Leseverständnis sowie Langzeitgedächtnis und Motivation bei Schulkindern
  • Erschwerte Kommunikation
  • Soziale Isolierung

Störungen des Schlafs

Bereits ab einer nächtlichen Lärmbelastung von 40 bis 50 Dezibel  wird der Schlaf gestört und der Mensch wacht häufiger auf. Folge davon sind Schläfrigkeit sowie verminderte Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit am nächsten Tag.

Besonders belastet sind zudem Kinder, kranke Menschen sowie Menschen, die Schicht arbeiten und auch tagsüber schlafen. 

Individuelle Lärmempfindlichkeit

Wie Menschen auf Schall reagieren, ist individuell geprägt. Dabei spielen zahlreiche Faktoren wie etwa die Lärmart, die persönliche Einstellung, die Tageszeit, der Gesundheitszustand und das Alter eine Rolle.

Wann gilt Lärm als Gesundheitsrisiko?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als «einen Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens». Nicht nur objektiv feststellbare körperliche Krankheitssymptome gelten damit als gesundheitliche Beeinträchtigungen, sondern auch das durch Lärm gestörte subjektive Wohlbefinden.

Langfristig kann die Einschränkung der Lebensqualität ebenfalls zu Krankheit führen. 

Gesetzlicher Schutz

Umweltschutzgesetz und Lärmschutz-Verordnung (LSV) sollen die Bevölkerung vor schädlichen oder lästigen Lärmeinwirkungen schützen. Dazu hat der Bund eine Beurteilungsmethode und konkrete Belastungsgrenzwerte für die wichtigsten Lärmarten festgelegt. Sie orientieren sich am Ziel, dass die verbleibenden Immissionen die betroffenen Anwohner in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören sollen.

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Letzte Änderung 22.08.2017

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