Massnahmen gegen Geräte- und Maschinenlärm

Mit der Maschinenlärmverordnung MaLV will der Bund die Lärmemissionen von 57 Geräte- und Maschinenkategorien direkt an der Quelle bekämpfen. Die Verordnung definiert Emissionsgrenzwerte für 23 Gerätekategorien. Den Gemeinden steht aber das Recht zu, auf ihrem Gebiet zusätzlich Betriebsvorschriften, wie beispielsweise Ruhezeiten, festzulegen.

Gemäss Art. 4 der Lärmschutzverordnung LSV darf die Bevölkerung durch den Einsatz von Maschinen und Geräten in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich gestört werden. Lärmemissionen von Maschinen und Geräten im Freien sind soweit zu begrenzen, wie dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist.

Lärmreduktion an der Quelle

Die Reduktion von Geräte- und Maschinenlärm muss primär bei der Quelle ansetzen:

Muster des LWA-Kennzeichens
Muster des LWA-Kennzeichens
  • Die seit 1. Juli 2007 gültige Maschinenlärmverordnung (MaLV) legt für 23 Kategorien von neu in Verkehr gebrachten Geräten und Maschinen Emissionsgrenzwerte fest. Erfasst sind primär Lärmquellen aus den Bereichen Bau-, Garten- und Kommunaltechnik.
  • Zusätzlich schreibt die MaLV für insgesamt 57 verschiedene Maschinen- und Gerätekategorien eine Kennzeichnung des garantierten maximalen Schallleistungspegels vor. Ziel ist eine bessere Markttransparenz, damit Anwender die Lärmemissionen beim Kauf vergleichen und die leiseren Geräte bevorzugen können.
  • Bei besonders störenden Baustellen verlangt die Baulärmrichtlinie des Bundes die Verwendung von Geräten und Maschinen, welche dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.
  • Gemeinden können gestützt auf Artikel 11 und 12 des Umweltschutzgesetzes Nutzungseinschränkungen für lärmige Maschinen und Geräte wie Rasenmäher oder Laubbläser verfügen - zum Beispiel in Form von vorgeschriebenen Ruhezeiten. In den Ortspolizeireglementen oder beim Erteilen von Baubewilligungen können die Gemeinden periodische Einsatzbegrenzungen festlegen. Im Gegensatz zu den Grenzwerten der MaLV, die nur für Neuprodukte gelten, lässt sich damit auch der Lärm von früher in Verkehr gebrachten Geräten und Maschinen begrenzen.
  • Nutzer von Maschinen und Geräte können durch ihr Verhalten massgeblich zur Reduktion der Lärmbelastung für sich selbst und ihr Umfeld beitragen. Nebst dem Erwerb von geräuscharmen Geräten erfolgt dies z.B. durch den Einsatz ausserhalb der sensiblen Zeiten (früh morgens, über Mittag und Abends), etc.

Baulärm-Richtlinie

Cover Baulärm-Richtlinie. Richtlinie über bauliche und betriebliche Massnahmen zur Begrenzung des Baulärms gemäss Artikel 6 der Lärmschut z-Verordnung vom 15.12.1986. Aktualisierte Ausgabe vom 24. März 2006. 23 S.

Richtlinie über bauliche und betriebliche Massnahmen zur Begrenzung des Baulärms gemäss Artikel 6 der Lärmschutz-Verordnung. Stand 2011. 2006

Die Bestimmungen der MaLV entsprechen vollumfänglich der EG-Richtlinie 2000/14 und werden in Zukunft auch entsprechend angepasst. Künftig ist mit einer Ausweitung der Emissionsvorschriften auf weitere Gerätegruppen und mit einer Verschärfung der Grenzwerte zu rechnen.

Arbeitsteilung beim Vollzug

Das BAFU beaufsichtigt den Vollzug der MaLV, ist zuständig für die Ernennung von Prüfanstalten und sorgt für die Information der Bevölkerung. Im Auftrag des Amtes kümmert sich die SUVA um die Marktüberwachung und die stichprobenartige Kontrolle der neu in Verkehr gebrachten Geräte und Maschinen.

Die Kontrolle der Lärmauflagen beim Betrieb von Geräten und Maschinen ist Sache der Gemeinden. Sie überwachen etwa die Einhaltung der von ihnen erlaubten Betriebszeiten sowie die Umsetzung der Vorschriften und der verfügten Massnahmen zur Lärmminderung auf Baustellen.

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Letzte Änderung 10.03.2015

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