Stationäre Motoren und Gasturbinen als Luftschadstoffquelle

2014 betrug der Anteil der Stickoxid-Emissionen von stationären Motoren und Gasturbinen an den Gesamtemissionen ca. 1.5 %.

Der Endenergieverbrauch der stationären Motoren und Gasturbinen im Jahr 2014 beträgt 10.8 PJ. Dies entspricht rund 60 % des Energieverbrauchs des Non-Road-Sektors (17.9 PJ im Jahr 2015, BAFU 2015).

Die grossen Anlagen verbrauchen aufgrund ihrer hohen Leistung über 40 % der Energie des Sektors – in absoluten Zahlen 4.5 PJ. Die kleinen Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen (WKK) verbrauchen 2014 rund 6 PJ oder 56 % der Endenergie der im Inventar erfassten Anlagen. Auf die Notstromaggregate entfällt mit 0.2 PJ nur ein geringer Anteil von 2 %.
Die CO2-Emissionen der stationären Motoren und Gasturbinen in der Schweiz belaufen sich auf gut 600'000 t/Jahr. Die Verhältnisse zwischen den Anlagetypen sind ähnlich wie beim Endenergieverbrauch – der Anteil der Generatoren ohne WKK fällt jedoch mit 3 % etwas höher aus, da die bei den anderen Anlagetypen dominierenden Gasbrennstoffe niedrigere auf den Energiegehalt bezogene CO2-Emissionen aufweisen als Heizöl.
Bei den Stickoxid-, Kohlenmonoxid- und Feinstaub-Emissionen sind die kleinen WKK-Anlagen mit Abstand die grössten Emittenten – ihr Anteil beträgt zwischen 64 % und 82 % der Emissionen des Sektors. Dies liegt daran, dass die grossen Gasturbinen niedrige spezifische Emissionen aufweisen und so bei den Luftschadstoffen verglichen mit ihrem Anteil am Energieverbrauch untervertreten sind. Die Generatoren ohne Abwärmenutzung machen hingegen bei den Emissionen einen überproportionalen Anteil gegenüber ihrem Energieverbrauch aus, da ihre spezifischen Emissionen aufgrund weitgehend fehlender Abgasbehandlung am höchsten sind.

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Letzte Änderung 19.10.2018

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