Jagd

Das BAFU ist für den Vollzug des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz, JSG) zuständig. Innerhalb dieser Rahmengesetzgebung regeln und planen die Kantone die Jagd sowie den Schutz der einheimischen Tiere und ihrer Lebensräume. 

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Im Jagdgesetz sind sowohl die Jagd wie auch der Schutz der wildlebenden Tiere geregelt.
© Franca Pedrazzetti

Das Jagdgesetz bezweckt zum einen die Erhaltung der Artenvielfalt und der Lebensräume der einheimischen wildlebenden Säugetiere und Vögel sowie den Schutz bedrohter Arten. Zum anderen soll das Gesetz eine angemessene Nutzung der Wildbestände durch die Jagd sicherstellen sowie die Schäden an Wald und landwirtschaftlichen Kulturen durch Wildtiere auf ein tragbares Mass begrenzen. Mit der Jagd sollen die Kantone zudem eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und die natürliche Verjüngung mit standortgemässen Baumarten sicherstellen.  

Schutzgebiete

Zum Schutz und zur Erhaltung von seltenen und bedrohten wildlebenden Säugetieren und Vögeln sowie zur Erhaltung von Beständen jagdbarer Arten hat der Bund ein Netz von eidgenössischen Jagdbanngebieten sowie Wasser- und Zugvogelreservaten ausgeschieden. Dieses Netz wird von den Kantonen durch weitere Schutzgebiete und Ruhezonen für Wildtiere ergänzt.

Revision Jagdverordnung 

Am 27. September 2020 hat das Volk die Vorlage für ein neues Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz, JSG) abgelehnt. Im Anschluss erfolgte eine Revision der Jagdverordnung, die am 15. Juli 2021 in Kraft trat. Damit hat der Bundesrat zwei Motionen des Parlaments erfüllt, die verlangten, dass die Verordnung im Rahmen des geltenden Gesetzes anzupassen sei. 

Jagdsysteme

Jagdsysteme in der Schweiz (Karte)

Revier- und Patentjagd sind nach Kantonen aufgeteilt. Im Gegensatz zu anderen Staaten verleiht der Grundbesitz in der Schweiz keinerlei Jagdrechte.

Patentjagd

Die Patentjagd erlaubt die Jagd auf dem ganzen Gebiet des Kantons (mit Ausnahme der eidgenössischen und der kantonalen Schutzgebiete wie Jagdbanngebiete oder Wasser- und Zugvogelreservate). Die Jagdberechtigten müssen beim Kanton ein Patent erwerben und eine Patentgebühr entrichten. Pro Patent darf eine bestimmte Anzahl Tiere erlegt werden. Die Jagdzeit ist auf wenige Wochen im Herbst beschränkt.

Patentkantone sind: Bern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Zug, Fribourg, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Graubünden, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Jura.

Revierjagd

Beim Revierjagdsystem verpachten die politischen Gemeinden das Jagdrecht mit einem Vertrag an eine Gruppe von Jagdberechtigten (Jagdgesellschaft) für eine bestimmte Periode (meistens acht Jahre). Ende Saison müssen die Jägerinnen und Jäger dem Kanton melden, welche und wie viele Tiere sie erlegt haben. 

Revierkantone sind: Zürich, Luzern, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Land, Schaffhausen, St.Gallen, Aargau, Thurgau.

Spezialfall Regiejagd 

Im Kanton Genf wurde die Jagd 1974 nach einer Volksabstimmung abgeschafft. Seitdem greifen wo nötig staatliche Wildhüter in die Wildhuftierbestände ein.

Jagdausbildung

Wer die Jagd ausüben will, braucht eine Jagdberechtigung. Diese erlangt man in einem Ausbildungslehrgang mit den entsprechenden Prüfungen. Die Ausbildungen werden von den Kantonen organisiert.

Unterlagen zu den Jagdlehrgängen sind bei den kantonalen Jagdverwaltungen erhältlich.

Kantonale Ämter für Umweltschutz: Jagd und Fischerei

Weiterführende Informationen

Kontakt
Letzte Änderung 30.06.2022

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