Auswirkungen der Mobilität auf die Umwelt

Welche Auswirkungen hat die Mobilität auf die Umwelt? Auswirkungen der Mobilität auf Ruhe, Luft, Klima, Boden, Landschaft, Biodiversität, Abfall und Rohstoffe.


Ruhe

Der Verkehr ist in der Schweiz der Hauptverursacher von Lärmbelastungen. Gemäss Modellrechnungen ist jede siebte Person schädlichem oder lästigem Strassenverkehrslärm ausgesetzt. Von übermässigem Bahnlärm sind 1-2 % der Bevölkerung betroffen, ähnlich viele sind es beim Fluglärm.

Luft

Die Luftbelastung durch Stickoxide ist zu gut der Hälfte, diejenige durch Feinstaub zu rund einem Viertel auf den motorisierten Verkehr zurückzuführen. Aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen entsteht im Sommer Ozon als ein weiterer gesundheitsschädlicher Stoff.

Klima 

Von den gesamten, in der Schweiz ausgestossenen Treibhausgasen stammen 2016 31,7 % aus dem motorisierten Verkehr. 2000 lag der Anteil des Verkehrs noch bei 30,6 %. Im Gegensatz zu den deutlichen Reduktionen im Gebäudesektor sind die Treibhausgasemissionen des Verkehrs  seit 1990 leicht gestiegen. Nicht enthalten sind in diesen Zahlen die Emissionen des internationalen Flugverkehrs.

Boden 

Strassen, Schienen und andere Verkehrsinfrastrukturen beanspruchen mit einem Anteil von 2,3 % der Landesfläche die begrenzte Ressource Boden.

Landschaft

Die Verkehrsinfrastrukturen sind – zusammen mit dem Wohnen – eine wesentliche Ursache der Zersiedelung.

Biodiversität

Der Bau von Verkehrsinfrastrukturen zerstört die direkt betroffenen Lebensräume (Versiegelung) und zerschneidet die benachbarten.

Abfall und Rohstoffe

Insgesamt beträgt die Gesamtmasse der Mobilität Schweiz ca. 11 Mio. t, wobei Stahl mit ca. 7 Mio. t deutlich dominiert. Unterscheidet man nach Fahrzeugkategorien, bilden die Personenwagen mit 7 Mio. t fast zwei Drittel der gesamten mobilen Masse.

Die Gesamt-Umweltbelastung der Mobilität Schweiz wird mit rund drei Viertel durch den Energieverbrauch dominiert, der Anteil der Materialien beträgt rund ein Viertel. Unter den Materialien verursachen besonders die Metalle (zusammen 14,9 %) beträchtliche ökologische Auswirkungen. Auch die Elektronik hat trotz des geringen Massenanteils von 0,1 % einen deutlichen Anteil von 4,3 % an der Gesamt-Umweltbelastung.

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Letzte Änderung 30.11.2018

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