Alpenrhein

Der Alpenrhein ist einer der grössten Gebirgsflüsse der Schweiz und Österreichs und hat in den letzten Jahrhunderten zu zahlreichen Hochwasserkatastrophen im Rheintal geführt. Mit dem Projekt RHESI (Rhein – Erholung und Sicherheit) wird der Hochwasserschutz im Rheintal verbessert und der Alpenrhein als Lebensraum für Mensch und Natur aufgewertet.

Der Alpenrhein umfasst die Flussstrecke des Rheins von den Zusammenflüssen von Vorder- und Hinterrhein in Reichenbach GR bis zur Mündung in den Bodensee.

Handlungsbedarf

Das Entwicklungskonzept Alpenrhein wurde im Jahr 2005 von der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und der Internationalen Rheinregulierung (IRR) verabschiedet. Damit liegt nun erstmals in der Geschichte des Alpenrheins ein umfassendes, länderübergreifendes Gesamtkonzept vor.

Das Entwicklungskonzept zeigt auf, dass insbesondere auf der Internationalen Strecke zwischen der Illmündung und dem Bodensee grosser Handlungsbedarf besteht. Die möglichen Schäden im Falle eines seltenen Hochwassers betragen für diesen Abschnitt mehrere Milliarden CHF respektive Euro.

Grosse Defizite bestehen zudem beim ökologischen Zustand des Rheins. Auch betreffend Grundwasser und Naherholung besteht Verbesserungspotential.

Zwei Staaten - ein Projekt

Der Alpenrhein ist ein internationales Gewässer. Auf der internationalen Strecke sind Österreich mit dem Land Vorarlberg und die Schweiz mit dem Kanton St. Gallen Anrainer. Verantwortlich für die Planung und Durchführung des Projektes RHESI  ist die Internationale Rheinregulierung IRR mit Sitz in St. Margrethen. Die Internationale Rheinregulierung IRR arbeitet im Auftrag der Anrainer Österreich, Schweiz, Vorarlberg und St. Gallen und basiert auf einem eigenen Staatsvertrag.

Das Projekt RHESI hat zum Ziel, die Defizite in den Bereichen Hochwasserschutz, Ökologie, Grundwasserschutz und Erholungsnutzen auf der Internationalen Rheinstrecke zu lösen. Die Abflusskapazität soll von 3‘100 m3/s auf mindestens 4‘300 m3/s erhöht werden. Dadurch soll die wirtschaftliche Entwicklung des Rheintals mit seinen rund 450‘000 Einwohner auch in Zukunft gesichert werden.

Das BAFU begleitet das Projekt auf der strategischen Ebene wie auch auf der Projektebene. Das BAFU setzt sich für ein nachhaltiges und modernes Hochwasserschutzprojekt ein, welches die gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

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Letzte Änderung 29.03.2016

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