Naturgefahren: Dossiers

Gerüstet bei Starkniederschlag: Die neue Gefährdungskarte Oberflächenabfluss Schweiz

03.07.2018 - Regnet es lange oder heftig, kann der Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen. Es fliesst ab und flutet zum Beispiel Gärten, Keller oder Garagen. Dieser Oberflächenabfluss ist verantwortlich für Schäden in Millionenhöhe. Der Bund hat darum zusammen mit Versicherungspartnern die neue nationale Gefährdungskarte erarbeitet. Sie zeigt, welche Flächen in der Schweiz vom Oberflächenabfluss betroffen sind.

Die 3. Rhonekorrektion: Ein Generationenprojekt für mehr Sicherheit

21.06.2018 - Die 3. Rhonekorrektion ist das grösste Hochwasserschutzprojekt der Schweiz: Es umfasst eine Länge von 162 Kilometern Flusslauf, betrifft den Schutz für gut 100‘000 Menschen und verhindert mögliche Hochwasserschäden im Umfang von geschätzten 10 Milliarden Franken. Neben mehr Sicherheit soll das Projekt auch mehr Natur für die Rhone bringen. Es ist ein Generationenprojekt, dessen Bauzeit mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird.

Extreme April-Wärme sorgt für rasche Schneeschmelze in den Alpen: Droht trotzdem noch ein grosses Hochwasser im Frühling?

02.05.2018 – Anfangs April lagen in den Schweizer Alpen noch grosse Schneemengen und mancherorts kamen Erinnerungen an den schneereichen Winter 1998/1999 auf. Seit Mitte April ist es überdurchschnittlich warm und in den Bergen ist viel Schnee geschmolzen. Sind grosse Hochwasser diesen Frühling trotzdem noch möglich? Die Frage kann heute noch nicht abschliessend beantwortet werden, da dies vor allem von der weiteren Wetterentwicklung im Mai abhängt. Inzwischen liegt in den Bergen aber bedeutend weniger Schnee als Ende April 1999.

Prävention: Regeln für stabile Dämme

14.2.2018 - Vor Steinschlägen schützen Dämme in der Regel am besten. Doch bei ihrer richtigen Bemessung gab es bisher Unsicherheiten. Eine vom BAFU in Auftrag gegebene Studie schafft Klarheit.

150 Jahre Juragewässerkorrektion

13.09.2017 - 1867 geschah in der Schweiz Historisches: Mit der Juragewässerkorrektion wurde ein wasserbauliches Pionierwerk in Angriff genommen, das bis heute nachwirkt. Zudem war die Finanzierung dieses Grossprojektes das erste Subventionsprojekt der Eidgenossenschaft und legte den Grundstein für die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden. Doch es gab auch Verlierer: Tieren und Pflanzen verloren ihre Lebensräume.

Naturgefahrenberater: «Die Naturgewalten halten sich nicht an fixe Arbeitszeiten»

29.11.2017 - Seit 2011 werden in der Schweiz lokale Naturgefahrenberater und -beraterinnen ausgebildet. Sie verfolgen Wetterlage und Wasserpegel, beobachten rutschgefährdete Hänge sowie bröckelnde Felsen und sollen bei drohenden Gefahren zeitgerecht warnen. Ihre Arbeit kann viel Leid und Schaden verhindern, wie etwa das Beispiel der Berggemeinde Oberwil im Berner Simmental zeigt.

Klimaerwärmung: Instabiler Permafrost führt zu häufigeren Bergstürzen

31.08.2017 - In der Schweiz sind die Folgen der Klimaerwärmung spürbar: Die Gletscher schmelzen, Trocken- und Hitzeperioden werden häufiger, die Stabilität des Permafrosts nimmt ab. In jüngster Zeit ist es in den Alpen zu mehreren Fels- und Bergstürzen gekommen. Am Piz Cengalo im bündnerischen Bergell stürzten mehrere Millionen Kubikmeter Felsen zu Tal. Anschliessend floss ein riesiger Murgang bis ins Dorf Bondo. Am Aletschgletscher ist der Hang der Moosfluh in Bewegung und bröckelt. Anpassungsmassnahmen an den Klimawandel bekommen zunehmend mehr Bedeutung.

Gefährdungskarte Oberflächenabfluss: Quantensprung für die Prävention von Wasserschäden

28.08.2017 - Selbst Fachleute haben die Hochwasserrisiken durch oberflächlich abfliessendes Wasser lange Zeit unterschätzt. Nun werden die bestehenden Gefahrengrundlagen bis 2018 in der ganzen Schweiz vervollständigt. Die neuen Karten für den Oberflächenabfluss basieren auf Computermodellen. Der Kanton Luzern setzt sie seit 2016 erfolgreich ein.

Satelliten-Überwachung der Rutschung Moosfluh am Aletschgletscher

26.07.2017 - Die Überwachung von Rutschungen hilft, die Bevölkerung frühzeitig zu warnen und sich vor dieser Gefahr zu schützen. Dabei wendet das BAFU moderne Methoden an: Mit Satellitenradardaten konnten die Bewegungen im Aletschgebiet / Moosfluh im Kanton Wallis frühzeitig erfasst werden. Unter anderem sperrten die Behörden gefährdete Wanderwege und errichteten neue.

Neue Vollzugshilfe zu Massenbewegungsgefahren: Besserer Schutz vor Felsstürzen und Rutschungen

31.05.2017 - Faszinierende Gebirgslandschaften gehören zum touristischen Kapital der Schweiz. Die abwechslungsreiche Topografie birgt indes auch Risiken von Bergstürzen und Rutschungen. Eine neue Vollzugshilfe des BAFU zeigt, wie damit umzugehen ist.

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