Gebäude

Der Gebäudesektor verursacht rund ein Viertel der Schweizer Treibhausgasmissionen. Hier setzen kantonale Gebäudevorschriften und das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen an.

Der Gebäudesektor spielt in der Klimapolitik der Schweiz eine wichtige Rolle. Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen aus Gebäuden um mindestens 40 % und bis 2026/27 um mindestens 50 % unter das Niveau von 1990 sinken. Das Zwischenziel von minus 22 % bis 2015 gegenüber 1990 (Art. 3 CO2-Verordnung) wurde übertroffen. Langfristig soll der Gebäudepark der Schweiz CO2-frei werden.

Dem grossen Reduktionspotenzial entsprechend greifen bei Gebäuden gleich mehrere klimapolitische Instrumente:

CO2-Abgabe: Seit 2008 wird die CO2-Abgabe erhoben. Sie setzt Anreize, weniger fossile Brennstoffe zu verbrauchen.

Gebäudeprogramm: Seit 2010 wird ein Drittel der Einnahmen aus der CO2-Abgabe für das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen eingesetzt. Es fördert energetische Sanierungen der Gebäudehülle, erneuerbare Energien, die Abwärmenutzung und die Gebäudetechnik sowie Geothermie-Projekte.

Kantonale Gebäudevorschriften: Einen wichtigen Beitrag leisten auch die Kantone. Sie sind gemäss CO2-Gesetz dazu verpflichtet, Standards für Neu- und Altbauten festzulegen, damit die CO2-Emissionen kontinuierlich sinken (Art. 9 CO2-Gesetz).

Nationale CO2-Grenzwerte: Ab 2023 dürfen Neubauten kein CO2 mehr ausstossen. Bei bestehenden Gebäuden soll beim Heizungsersatz ein Grenzwert von 20 kg CO2 pro Quadratmeter gelten. So hat es das Parlament mit der Totalrevision des CO2-Gesetzes beschlossen, die frühestens auf 2022 in Kraft tritt. Eine fossile Heizung in bestehenden Bauten ist nach wie vor möglich, wenn das Gebäude gut isoliert ist.

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Letzte Änderung 17.12.2020

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