Grundwasser-Qualität

Von Natur aus enthält Grundwasser keine künstlichen langlebigen Substanzen. Nachhaltig beeinträchtigt wird die Grundwasser-Qualität durch Nitrat und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Entlang der Fliessgewässer treten auch Mikroverunreinigungen aus Industrie, Gewerbe und Haushalten im Grundwasser auf.  

Nitrat

Nitrat überschreitet den Grenzwert von 25 mg/l im Grundwasser landesweit an fast 15% aller Messstellen. In überwiegend ackerbaulich geprägten Gebieten liegen die Konzentrationen an mehr als 40% der Messstellen über dem Grenzwert.

Pflanzenschutzmittel

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln (PSM), d.h. von PSM-Wirkstoffen und PSM-Abbauprodukten, treten landesweit an mehr als der Hälfte der Messstellen im Grundwasser auf. In intensiv ackerbaulich genutzten Gebieten werden PSM-Rückstände an über 90% der Messstellen nachgewiesen.

Flüchtige organische Verbindungen

Flüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (FHKW) werden aus der Gruppe der flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) am häufigsten im Grundwasser nachgewiesen und überschreiten an 3% der Messstellen den Grenzwert. Monozyklische und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (MAKW und PAK) treten dagegen nur selten auf.

Arzneimittel

Arzneimittel treten landesweit an rund 10% der Messstellen im Grundwasser auf. Betroffen sind vor allem flussnahe rundwasservorkommen im Lockergestein. Die Arzneimittel gelangen über Kanalisation und Kläranlagen in Flüsse und Bäche und von dort mit dem Flusswasser ins Grundwasser.

Perfluorierte Chemikalien

Rückstände von Perfluorierten Chemikalien treten vor allem an flussnahen Messstellen im Grundwasser auf. Sie stammen hauptsächlich aus der Siedlungsentwässerung und gelangen über Kläranlagen in Flüsse und Bäche und von dort durch Uferfiltration ins Grundwasser.

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Letzte Änderung 22.05.2020

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