Stabile Wasserisotope

Die stabilen Wasserisotope Deuterium und Sauerstoff-18 stellen einen geeigneten Tracer im Wasserkreislauf dar, mit dem sich auch klimatische Veränderungen verfolgen lassen.

Die stabilen Isotope Deuterium (2H) und Sauerstoff-18 (18O) erlauben, durch die nach Region, Höhenlage und Jahreszeit unterschiedliche Isotopensignatur des Niederschlags, die mittlere Höhe von Flusseinzugs­gebieten abzuschätzen und einzelne Wasserkomponenten im Grundwasser (Flusswasser- bzw. Niederschlagsinfiltrat) zu unterscheiden. Deuterium und Sauerstoff-18 werden zudem weltweit vermehrt verwendet, um klimatisch bedingte Veränderungen im Wasserkreislauf zu erfassen. So führt das Nationale Klima-Beobachtungssystem GCOS Schweiz Deuterium und Sauerstoff-18 seit 2007 als offizielle Klimaparameter. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA koordiniert weltweit die Isotopenmessungen und betreibt hierfür das Global Network of Isotopes in Precipitation GNIP und das Global Network of Isotopes in Rivers GNIR.

Im Rahmen der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA, Modul ISOT werden Isotopen-Referenzdaten im Niederschlag und an Fliessgewässern für angewandte hydrologische Studien erhoben.

Isotope_2H&18O_Karte_2015
Deuterium und Sauerstoff-18 in Niederschlag, Fliessgewässern und Grundwasser (2013) sowie Naturraum bzw. Grundwasserregime in Talsohlen. Mittelwert pro NAQUA-Messstelle. Niederschlags- und Fliessgewässer-Messstellen des Moduls ISOT, Grundwasser-Messstellen des Moduls TREND.

Entwicklung 18O Niederschlag 1980-2015
Entwicklung der Sauerstoff-18-Werte im Niederschlag an ausgewählten Messstellen (1980 bis 2018). Mittelwert pro NAQUA-Messstelle und Jahr.

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Letzte Änderung 08.07.2019

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