Ökologische öffentliche Beschaffung

Die öffentliche Hand auf allen Staatsebenen beschafft Güter und Dienstleistungen für jährlich rund 40 Mrd. CHF und hat mit einem solchen Konsumvolumen ein entsprechendes Gewicht. Indem sie umweltverträgliche und ressourcenschonende Produkte nachfragt, kann die öffentliche Hand aktiv zur Ökologisierung der Märkte beitragen und den Übergang zu einer innovativen Grünen Wirtschaft fördern. Damit übernimmt sie auch eine Vorbildrolle.

Jedes Jahr beschafft die öffentliche Hand (Bund, Kantone und Gemeinden) Güter und Dienstleistungen für rund 40 Mrd. CHF, was 6% des Schweizer BIP entspricht. Die Ausgaben des Bundes beliefen sich 2014 auf rund 5 Mrd. CHF. Bei derart hohen Summen kann die öffentliche Hand an ihre Lieferanten unter anderem auch ökologische Anforderungen stellen, z. B. hinsichtlich des Energieverbrauchs oder des Chemikaliengehalts der gelieferten Produkte. Damit fördert sie die Entwicklung qualitativ hochstehender, innovativer und ressourcenschonender Produkte und den Übergang zu einer Grünen Wirtschaft unter Wahrung eines haushälterischen Umgangs mit den öffentlichen Mitteln. Indem der Staat bei der ökologischen Beschaffung mit gutem Beispiel vorangeht, stärkt er auch die Glaubwürdigkeit der staatlichen Umweltpolitik.

Politischer und rechtlicher Rahmen der ökologischen öffentlichen Beschaffung

Die Strategie Nachhaltige Entwicklung des Bundesrats betont die Wichtigkeit einer verantwortungsvollen öffentlichen Beschaffung. Ausserdem ermöglichen Bestimmungen im Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen und den zugehörigen Ausführungsverordnungen, in denen die Beschaffungsverfahren festgelegt sind, den Einbezug ökologischer Aspekte bei der Beschaffung und die Einrichtung eines Nachhaltigkeitsmonitorings.

Organisationen im Bereich der ökologischen öffentlichen Beschaffung

Die Fachstelle ökologische öffentliche Beschaffung beim BAFU ist für die operativen Belange im Zusammenhang mit der ökologischen Beschaffung zuständig. Um die strategischen Belange kümmert sich die Beschaffungskonferenz des Bundes, der mehrere im Beschaffungsbereich tätige Ämter angehören und die vom Bundesamt für Bauten und Logistik geleitet wird.

Beispiele von ökologischer öffentlicher Beschaffung

Das geltende Recht erlaubt es, bei den Mindestanforderungen und den Kriterien für die Endauswahl Umweltfragen mit zu berücksichtigen, wobei keine diskriminierenden Bedingungen festgelegt werden dürfen. Die im Folgenden aufgeführten Beispiele veranschaulichen die Anstrengungen der Bundesverwaltung in diesem Bereich.

Leitfäden für die ökologische öffentliche Beschaffung

Die ökologische öffentliche Beschaffung ist ein vielschichtiger Prozess, weil bei einer Ausschreibung die Umweltdimension auf verschiedene Weise berücksichtigt werden kann. Die Herausforderung besteht darin, die vorhandenen Möglichkeiten optimal miteinander zu kombinieren und gleichzeitig die wichtigsten Vergabegrundsätze einzuhalten. Den Beschaffungsverantwortlichen stehen dabei eine Vielzahl von Hilfsmitteln zur Verfügung.

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Letzte Änderung 24.02.2016

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