Bundesrat verabschiedet Konzept für ein Monitoring elektromagnetischer Felder

Bern, 18.12.2015 - Die Schweiz wird zunehmend von nichtionisierender Strahlung durchdrungen, dem so genannten «Elektrosmog». Bisher fehlte ein landesweiter Überblick über die Strahlung. Um ein vollständigeres Bild zu erhalten, hat der Bundesrat heute ein Konzept für ein nationales Monitoring vorgelegt.

Der Auftrag zur Erarbeitung eines Konzepts für ein nationales Monitoring elektromagnetischer Felder ging vom Nationalrat aus, der 2011 ein entsprechendes Postulat (09.3488) von Nationalrätin Yvonne Gilli (GPS, SG) überwiesen hatte. Im heute verabschiedeten Konzept stellt der Bundesrat fest, dass ein umfassendes Monitoring elektromagnetischer Felder zwar anspruchsvoll, aber grundsätzlich machbar ist. Es werden vier Module vorgeschlagen, die einander ergänzen. Ins Auge gefasst werden Messungen und Berechnungen der Strahlung sowie die Zusammenführung von kantonal bereits erhobenen Daten. Die Kosten für zehn Jahre Aufbau und Betrieb des Monitorings schätzt der Bundesrat auf insgesamt 7 Millionen Franken.

Der Bundesrat hatte bereits in seinem Bericht «Zukunftstaugliche Mobilfunknetze» vom 25. Februar 2015 festgehalten, dass ein Monitoring der Mobilfunkstrahlung und von Strahlung anderer Herkunft rasch an die Hand genommen werden sollte. Der heute verabschiedete Bericht bildet dafür die wissenschaftlich-technische Grundlage. Offen ist derzeit noch die Finanzierung des im Konzept beschriebenen Monitorings.


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