SilvaProtect-CH

Im Rahmen des Projekts SilvaProtect-CH wurden die Schutzwälder der Schweiz nach einheitlichen Methoden erfasst. Ein Modul des Projektes bestand darin, die Gefahrenprozesse Lawine, Sturz, Murgang, Hangmure und Übersarung schweizweit auf der Genauigkeitsstufe einer Gefahrenhinweiskarte zu modellieren. Dabei wurden der Einfluss von bestehenden Schutzbauten sowie die Waldwirkung nicht berücksichtigt.

Mit dem Projekt SilvaProtect wurden folgende Ziele erreicht:

  • Es wurde eine Methode entwickelt, mit der der Schutzwald schweizweit einheitlich ausgeschieden werden kann.
  • Es steht ein Instrument zur Verfügung, das die objektive Zuteilung der Bundesmittel für die Schutzwaldpflege in der Naturgefahrenabwehr (nach Waldgesetz) ermöglicht.
  • Es liegen Informationen darüber vor, in welchen Gebieten und zu welchem Anteil der Schutzwald vor welchen Gefahrenprozessen Schutz bietet.
  • Es ist bekannt, wie gross der Anteil des Schutzwaldes ist, der bestimmte gefährdete Objektklassen (sogenannte Schadenpotenzialkategorien wie Strassen oder Gebäude) vor Naturgefahren schützt.

Potenzielle Lawinengebiete SilvaProtect-CH.

Web-GIS des BAFU - Weitere Layer zum Thema SilvaProtect-CH und Vollbildversion der Karten zum Thema Naturgefahren

Verwendung der Resultate

Die Ergebnisse aus SilvaProtect-CH haben gezeigt, dass rund die Hälfte unserer Wälder Menschen, Siedlungen und Verkehrswege vor Naturgefahren schützen. Der genaue Anteil ist pro Kanton sehr unterschiedlich. Damit die Schutzwälder ihre Schutzfunktion langfristig erfüllen können, müssen sie sorgfältig gepflegt werden. Der Bund erteilt den Kantonen die Mittel im Bereich Schutzwald aufgrund des sogenannten Schutzwaldindexes. Dieser bezeichnet den Anteil des Schutzwaldes pro Kanton bezogen auf die gesamtschweizerisch modellierte Schutzwaldfläche.

Die Ergebnisse aus der Modellierung der Gefahrenprozesse Lawine, Sturz, Murgang, Hangmure und Übersarung können für grossräumige Abschätzungen der Exposition bezüglich Naturgefahren verwendet werden, wenn man sich der Grenzen der Modellierung bewusst ist. Sie können auch als Hilfe dienen, wenn keine anderen Unterlagen zur Verfügung stehen. Die Resultate sind jedoch nicht als Grundlage für Risikoanalysen geeignet.

Weiterführende Informationen

Kontakt
Letzte Änderung 06.12.2016

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