Karten der Sturmgefährdung

Die Karten der Sturmgefährdung zeigen schweizweit die möglichen Böenspitzen sowie den daraus abgeleiteten Staudruck (Winddruck auf Gebäude) mit den entsprechenden Unsicherheiten.

Die Karten für die Wiederkehrperioden von 30, 50, 100 und 300 Jahren stellen eine Grundlage dar, um die regionale Sturmgefährdung einzuschätzen. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zum Referenzwerk des Staudrucks nach SIA Norm 261 Anhang E.

Boënspitzen für eine Wiederkehrperiode von 100 Jahren.

Grundlagen zur Berechnung der Sturmgefährdung bilden 83 Wintersturmperioden zwischen 1871 und 2011 sowie der Datensatz «20th Century Reanalysis» (Compo et al., 2011). Dieser basiert auf umfassenden Modellierungen zur globalen atmosphärischen Zirkulation seit dem späten 19. Jahrhundert bis zur der Gegenwart. Damit lassen sich heutige Zirkulationsmuster in der Atmosphäre mit historischen Verhältnissen vergleichen. Bei den Berechnungen nicht berücksichtigt wurden lokale Einflüsse sowie Sommerstürme und Gewitterböen. Die Werte für Böenspitzen sind deshalb nicht als punktgenaue, exakte Werte zu interpretieren und ersetzen keinesfalls standortspezifischen Gutachten. Gerade an exponierten, hochalpinen Standorten wie zum Beispiel dem Jungfraujoch werden die Böenspitzen unterschätzt.

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Letzte Änderung 06.12.2016

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