Die Uferbereiche vieler Schweizer Seen sind beeinträchtigt: Uferverbauungen reduzieren die Qualität der Lebensräume von Pflanzen und Tieren.
In den Ufer- und Flachwasserzonen von Seen prallen Schutz- und Nutzungsinteressen besonders stark aufeinander. So sind die Ufer zahlreicher Schweizer Seen verbaut mit Hafenanlagen und Ufermauern. Diese Befestigungen verhindern die Erosion der Ufer. Häufig resultiert aber auch eine Verkürzung und strukturelle Verarmung der Ufer. Dies führt zu einer Verringerung der Land-Wasser-Interaktionsfläche, wodurch die Lebensraumvielfalt verringert wird und die Artenvielfalt abnimmt. Mauern und Blöcke bilden oft unüberwindliche Barrieren. An verbauten Seeufern werden die Wellen reflektiert und deren Energie zurückgeworfen. Ein Aufkommen von Schilf ist so kaum möglich.
Wie Untersuchungen mit unterschiedlichen Methoden z.B. am Bodensee, Vierwaldstättersee und Genfersee ergaben, sind weite Teile der Ufer naturfern.
Beurteilungsmethoden und Zustandsanalyse für Seeufer
Im Rahmen des Konzepts für die Untersuchung und Beurteilung der Seen in der Schweiz innerhalb des Modul-Stufen-Konzepts ist ein Modul zur Beurteilung der Seeufermorphologie verfügbar. Die Datenerhebung wird durch das BAFU seit 2016 finanziell unter dem Dach der Programmvereinbarungen im Umweltbereich unterstützt.
Methoden zur Untersuchung und Beurteilung der Seen
Modul: Ökomorphologie Seeufer. 2016
Weiterführende Informationen
Letzte Änderung 18.11.2019