Biodiversität: Dossiers

Ein Lebensnetz für Natur und Mensch

20.05.2022 – Wir Menschen nutzen die Leistungen der biologischen Vielfalt täglich: Beim atmen, essen, wohnen, arbeiten und entspannen. Doch in der Schweiz ist ein Drittel von rund 11'000 untersuchten Arten gefährdet – und damit auch die Leistungen der Biodiversität für uns Menschen. Deshalb müssen Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume stärker gefördert werden. Dazu braucht die Schweiz ein Lebensnetz der Natur. Dieses heisst «ökologische Infrastruktur».

Vogelsichere Stromleitungen: Vögel vor dem Stromtod schützen

24.02.2022 - Wenn sich ein grösserer Vogel auf einen Strommast setzt, riskiert er einen tödlichen elektrischen Schlag. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, solche Unfälle zu verhüten. Eine technische Knacknuss blieben bisher die Mastschalter. Bei manchen Masten sind sie zuoberst angebracht – also da, wo Vögel gerne landen. Im Auftrag des BAFU skizziert eine Schweizer Firma nun auch dafür Lösungen.

Migration von Insekten: Schmetterlinge mit Fernweh

24.02.2022 - Weltweit begeben sich jedes Jahr Billionen von Insekten auf Wanderschaft. Erst langsam beginnt die Wissenschaft die ökologischen Zusammenhänge dieses Phänomens zu verstehen. Ein wichtiger Forschungsstandort befindet sich auf dem Col de Bretolet, wo die Schweizerische Vogelwarte seit gut 50 Jahren eine Station betreibt.

Rote Listen: Barometer der Artenvielfalt

22.02.2022 – Wie gross ist das Risiko von Arten, in der Schweiz auszusterben? Rote Listen liefern dazu wissenschaftlich fundierte Antworten. Die drei 2021 und 2022 aktualisierten Roten Listen zu den Libellen, Säugetieren und Vögeln dokumentieren positive Entwicklungen. Sie zeigen aber auch, wo Probleme sind. Für die Singzikaden wurde erstmals eine Rote Liste erarbeitet und 2021 publiziert.

Abenteuer Vielfalt – willkommen im Wald!

27.4.2021 – Die Wälder gehören zu den vielfältigsten Lebensräumen in der Schweiz. Über 20‘000 Tierarten, unzählige Pflanzen und Pilze, Flechten und Moose sind hier zuhause. Darauf macht die neue «Wald-Vielfalt»-Kampagne aufmerksam. Kommen Sie mit auf einen Spaziergang und erleben Sie hautnah, was Vielfalt im Wald bedeutet.

Quellinventare: Vergessene und bedrohte Lebensräume

24.2.2021 - Quellen sind wertvolle natürliche Lebensräume für eine spezifische, üppige und artenreiche Flora und Fauna. Das BAFU erfasst diese gefährdeten Biotope in einer nationalen Datenbank. Mit einem neuen Merkblatt, das die Bevölkerung sensibilisieren soll, zeigt das BAFU zudem den Wert der Quellen und ihre Bedrohung auf.

Revision des Jagdgesetzes

10.08.2020 – Das eidgenössische Jagd- und Wildtierschutzgesetz regelt, welche Wildtiere geschützt sind, welche Tierarten gejagt werden dürfen und wann Schonzeiten gelten. Das Parlament hat ein massvolles, zeitgenössisches Regelwerk geschaffen, das den Arten- und Lebensraumschutz stärkt. Gleichzeitig hat es die Regeln im Umgang mit dem Wolf angepasst, damit die Kantone die wachsenden Bestände massvoll regulieren können. Die Volksabstimmung war für den 17. Mai vorgesehen, wurde inzwischen aber vom Bundesrat auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Erforschung der Flohkrebse: Kleintier mit grosser Bedeutung

03.06.2020 - Die Menschheit muss nicht auf den Mars fliegen, um neues Leben zu finden. Eine Fahrt ins Schwyzer Muotatal genügt. Dort hat ein schweizerisch-slowenisches Forschungsteam im Hölloch 3 neue Flohkrebsarten entdeckt. Dieser Fund ist einer von vielen Höhepunkten des gross angelegten ­Forschungsprojekts.

Das revidierte Jagd- und Wildtierschutzgesetz: Mehr Schutz für Wildtiere – massvolle Regeln für den Wolf

04.03.2020 - Im Herbst 2019 hat das Parlament das Jagdgesetz aus dem Jahr 1985 revidiert. Es stärkt den Schutz vieler Wildtiere und bietet eine pragmatische Lösung für den Umgang mit dem wachsenden Wolfsbestand. Naturschutzverbände haben dagegen das Referendum ergriffen. Wird das neue Jagdgesetz am 17. Mai 2020 in der Volksabstimmung abgelehnt, entfallen wichtige Verbesserungen für den Wildtierschutz.

Biotope von nationaler Bedeutung brauchen Aufwertung und Pflege

26.11.2019 – Wertvolle Lebensräume wie Moore oder Auen sind selten geworden. Die kostbarsten Restgebiete stehen mittlerweile unter Schutz und tragen massgeblich zur Erhaltung der Biodiversität in der Schweiz bei. Eine Untersuchung hat nun gezeigt, dass Aufwertungs- und Pflegemassnahmen wirken, aber noch nicht ausreichen, um die ökologische Qualität dieser Schutzgebiete zu sichern.
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