Luftreinhaltung und Klimaschutz

Viele Luftschadstoffe haben neben negativen Wirkungen auf Mensch und Umwelt auch eine direkte oder indirekte Beeinflussung des Klimas zur Folge. Deshalb ist es für Luftreinhaltung und Klimaschutz wichtig, Synergien auszunützen. Die Massnahmen sollten ebenfalls auf ihre wechselseitige Wirkung analysiert werden.

Neben den negativen gesundheitlichen Auswirkungen wirken Russpartikel erwärmend auf das Klima, Stickoxide bilden das drittwichtigste Treibhausgas Ozon.

Viele Treibhausgase und Luftschadstoffe haben gemeinsame Quellen. Eine gleichzeitige Lösung beider Probleme wäre also möglich. So gehen Massnahmen, die auf eine Verhaltensänderung und eine umsichtige Nutzung der Ressourcen zielen, vielfach mit einer Minderung von Klimagasen und Schadstoffen einher. Beispielsweise Energiesparmassnahmen oder die Nutzung sauberer erneuerbarer Energien wie Wasser, Sonne, Wind und Geothermie.

Andererseits können die Verbrennung von Biomasse oder technische Massnahmen wie z.B. die Optimierung von Motoren mit dem Fokus auf Treibstoffverbrauch und Motorenleistung den Luftschadstoffausstoss erhöhen. Der durch den geringeren CO2-Ausstoss angestrebte Effekt auf das Klima wird durch die höheren Russ- und Stickoxidemissionen und das entstehende Ozon abgeschwächt oder sogar umgekehrt.

Hier bedarf es einer entsprechenden Berücksichtigung dieser Tatsache bei der Motorentechnik oder der Abgasbehandlung. Um den höheren Ausstoss von Stickoxiden und krebserregendem Russ zu verhindern, sollen beispielsweise

  • Dieselfahrzeuge nach dem Stand der Technik mit Partikelfiltern und DeNOx ausgerüstet werden
  • Holz in grossen Anlagen mit Abgasreinigung verbrannt werden.

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Letzte Änderung 03.10.2018

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