Kiefernholznematode - Bursaphelenchus xylophilus

Der Kiefernholznematode ist ein besonders gefährlicher und damit meldepflichtiger Schadorganismus. Die ursprüngliche Heimat des Kiefernholznematoden ist Nordamerika. Er wurde vor knapp 100 Jahren nach Japan eingeschleppt. In Europa wurde er in Portugal 1999 erstmals nachgewiesen. Die Präventionsmassnahmen wurden seither intensiviert und der Bund hat einen Leitfaden verfasst, wie mit dem Risiko Kiefernholznematode in der Schweiz umgegangen werden soll.

Der Kiefernholznematode ist ein 1 Millimeter kleiner Fadenwurm, der bevorzugt Föhren-Arten befällt.
© Beat Frey, WSL

Der Kiefernholznematode ist ein 1 Millimeter kleiner Fadenwurm, der bevorzugt Föhren-Arten befällt. Er kann aber auch andere Nadelholzarten wie Tanne, Fichte und Lärche befallen, ist für den Menschen aber ungefährlich. Bei warmen Temperaturen (über 20 Grad Monatsdurchschnitt) stirbt eine befallene Föhre innerhalb weniger Monate ab. Die anderen Nadelholzgattungen tolerieren einen Befall, werden dadurch aber zu einem Reservoir für die Nematoden. Für die Übertragung zwischen Bäumen ist der Kiefernholznematode auf ein Transportmittel (Vektor) angewiesen, in diesem Fall Bockkäfer der Gattung Monochamus. Der Kiefernholznematode ist einer der am meisten gefürchteten Schädlinge für den Wald in Europa.

Erster Nachweis in der Schweiz

Im Frühjahr 2011 wurde der Schädling in einer Lieferung von Nadelholzrinde aus Portugal (Verwendung als Gartendekoration) erstmals in der Schweiz entdeckt und nachgewiesen. Die Lieferung wurde umgehend vernichtet. Seither gab es keine weiteren Befunde auf Importware in der Schweiz. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, welche Risikostandorte seit 2010 überwacht, hat den Parasiten bislang auch in der Natur nicht nachweisen können.

Leitfaden zum Umgang mit dem Kiefernholznematoden

Seit 2011 wurden die Schutzmassnahmen europaweit verstärkt. Um für die Prävention und bei einem Befall noch besser gewappnet zu sein, hat der Eidg. Pflanzenschutzdienst einen Leitfaden erarbeitet. Die Arbeit wurde von Fachleuten aus den Kantonen und von der WSL, sowie betroffenen Verbänden begleitet. Der Leitfaden definiert die Schutzmassnahmen der Bundes- und Kantonsbehörden und klärt die Zuständigkeiten.   

Leitfaden zum Umgang mit dem Kiefernholznematoden

Cover Leitfaden zum Umgang mit dem Kiefernholznematoden

Bursaphelenchus xylophilus. 2015

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Letzte Änderung 31.08.2016

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