Holzschädlinge

Holzschädlinge können beträchtliche Schäden an verbautem Holz verursachen. Durch Vorbeugemassnahmen kann Holz vor Holzschädlingen geschützt werden. Sollten Anzeichen für einen aktiven Befall bemerkt werden, ist es je nach Befallsort und Ausmass des Befalls ratsam, Bekämpfungsmassnahmen zu treffen oder eine Firma mit Fachbewilligung für die Verwendung von Holzschutzmitteln (FB-H) zu Hilfe zu ziehen.        

Larve des gewöhnlichen Nagekäfers.

Zu den Käfern, die Schäden im Holz verursachen, gehören unter anderem Nagekäferarten (Anobium spec.), der Splintholzkäfer (Familie Lyctidae) und der Hausbock (Hylotrupes bajulus). In Mitteleuropa ist der gemeine oder gewöhnliche Nagekäfer (Anobium punctatum), auch Holzwurm genannt, die verbreitetste Art. Die adulten braunen oder schwarzen 2.5 bis 25 Millimeter grossen Käferweibchen legen, nach erfolgreicher Begattung, in Rissen und Spalten im Holz oder in alte Bohrlöcher ihre Eier ab. Die aus den Eier schlüpfenden Larven fressen sich ins Holz, wobei sie eine papierdünne Schicht auf der Holzoberfläche intakt lassen. Je nach Käferart, Holzart und Umweltfaktoren, fressen die Larven während zwei bis 10 Jahren, bis sie sich verpuppen und als Käfer beim Ausfliegen aus dem Holz charakteristische Löcher hinterlassen. Die adulten Käfer fressen kein Holz, ihr Dasein dient einzig und alleine der Fortpflanzung.

Verschiedene Ameisenarten, wie die glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus) oder die Rossameisenarten (Camponotus sp.), können in feuchtem, durch Pilze vorgeschädigtem Holz ihre Nester bauen und dabei tragende Strukturen beschädigen. Diese Ameisenarten ernähren sich im Freien z.B. von Honigtau und Aas.

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Letzte Änderung 05.05.2020

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