Stechmücken

Vorbeugende Massnahmen, wie das Vermeiden von Brutstätten und das Anbringen von Insektenschutznetzen, können die Vermehrung von Stechmücken reduzieren bzw. sie am Eindringen in Gebäude hindern. Aufgrund des Gesundheitsrisikos sollten im Ausland, in Malariagebieten Mückenschutzmittel verwendet werden.   

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sticht auch am Tag zu und kann Krankheitserreger übertragen.
© Pixabay

Stechmücken erfüllen in der Natur als Larven und Adulte eine wichtige Funktion als Nahrungsquelle für zahlreiche Amphibien-, Fisch-, Vogel- und Insektenarten.

Stechmücken legen ihre Eier ins Wasser oder in dessen Nähe ab. Ihre Larven entwickeln sich im Wasser, verpuppen sich dort und die ausgewachsene Mücke verlässt das Wasser. Adulte Stechmücken ernähren sich von Nektar, Wasser und die weiblichen Stechmücken benötigen für die Eierproduktion eine Blutmahlzeit. Die Weibchen der einheimischen Stechmückenarten saugen in der Regel in der Dämmerung und nachts Blut, manche Arten aber auch tagsüber.

In der Schweiz gibt es rund 35 einheimische und bis heute drei gebietsfremde Stechmückenarten. Eine weit verbreitete, heimische Art ist beispielsweise die Gemeine Hausmücke (Culex pipiens).

In der Schweiz kommen momentan drei gebietsfremde Stechmückenarten vor: die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) und die Koreanische Buschmücke (Aedes koreicus). Diese drei gebietsfremden Arten sind aggressiv und saugen auch tagsüber Blut. Sie sind Gefässbrüter, d.h. sie legen ihre Eier an die Wände von Gefässen, in denen sich stehendes Wasser befindet. Die Asiatische Tigermücke kann das Dengue-, Chikungunya- und das Zika-Virus sowie ca. 20 weitere Krankheitserreger übertragen. Diese Stechmückenart wird in der Schweiz durch den Bund und die Kantone überwacht und bekämpft. Wenn eine schwarz-weiss gestreifte Mücke gefunden wird, sollte sie einer der vier regionalen Meldestellen für gebietsfremde Mückenarten (siehe Früherkennung) geschickt werden.  

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Letzte Änderung 28.04.2020

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